Die zweite Poststelle in Cunnersdorf
Die Poststelle wurde neu ausgeschrieben und es fand sich Gelegenheit, dass sich Max Reichel erneut
bewerben konnte. Diesmal allerdings für seine zweite Ehefrau Liesbeth Reichel.
Am 1.7.1938 wurde ein Teil der ehemaligen Tischlerwerkstatt Reichel -
die sogenannte Anstreichstube - als Poststelle eingerichtet. Sie
befand sich im Haus Nr.30 der jetzigen Langen Straße. Dargestellt am
Schreibtisch der Poststelle ist Liesbeth Reichel:
(Bild wird noch ergänzt)
Ab 1942 erhielt die Poststelle einen neuen Stempel
in nachstehender Form:
(Bild wird noch ergänzt)
In den letzten Kriegsjahren nahm der Postverkehr zwischen der Front und der
Heimat enorm zu. Allein aus Cunnersdorf befanden sich mehr als 85 junge Männer
im Kriegsdienst. Um den Luftpost- und den Päckchenverkehr zu drosseln, schuf
man 1942 Zulassungsmarken für Feldpost-Luftbriefe und Zulassungsmarken für
Feldpostpäckchen. Die Soldaten erhielten anfangs 4 später 8 Marken für Luftpost
und monatlich eine Marke für Päckchen:
(Bild "Luft-/Feldpost-Marken"wird noch
ergänzt)
Aus heutiger Sicht ist es erstaunlich, mit welcher
Präzision der Feldpostverkehr abgewickelt wurde. Eine am
14. März 1945 in Ostpreußen abgeschickte Feldpostkarte
erreichte noch das Ziel:
(Bild wird noch ergänzt)
Den Briefträgern und auch den Bürgermeistern oblagen undankbare Aufgaben,
indem sie Briefe, die mit dem Vermerk "Gefallen für Führer, Volk und Vaterland" an
die Angehörigen zurückgeschickt wurden, aushändigen mussten.
Geschichte
von Post und Fernmeldewesen (Gliederung)
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