Willkommen in Cunnersdorf (bei Glashütte)

Startseite

Zurück zum Querweg und HofebergWeiter in der Langen Straße (Vom Ehrenmal zur Reinhardtsgrimmaer Straße)Ein Rundgang durch unser Dorf
- Lange Straße (Vom Mittelweg bis einschließlich Kreuzweg) -

Schenkteich - im Hintergrund die ehemalige SchuleLange Straße Nr.31 und 33Wir begeben und von der Kreuzung Mittelweg / Lange Straße in Richtung Niederdorf. Linker Hand sehen wir den Schenkteich, einen für das Mitteldorf zuständigen Feuerlöschteich. Vor allem bei strengen Frost, ist er für die Kinder ein idealer Teich zum Schlittschuhlaufen. Vor dem II.Weltkrieg wurde das Eis, wenn es zwischen 15 und 20cm dick war, von der Fleischerei Langbein in transportable Stücke geschnitten und in das Kühlhaus eingelagert. Elektrische Kühlanlagen gab es damals noch nicht, sehr zum Leidwesen der damaligen Kinder.Lange Straße Nr.31Lange Straße Nr.33

Der nächste Weg hinter dem Schenkteich führt auf der linken Seite zum ehemaligen Gut Böhme mit einer Nutzfläche von 25ha. Die Gebäude wurden 1844 erbaut. Der erste Besitzer war ein Herr Schneider, dann Herr Nitzsche, später Max Böhme und danach Walter Böhme. Heute wird dieses Gut ausschließlich zu Wohnzwecken benutzt und besitzt in der Langen Straße zwei Haus-Nummern. Ein Seitengebäude mit der Nr.31 bewohnt die Familie Werner Böhme zusammen mit der Familie Falk Böhme. Das ursprüngliche Wohnhaus mit der Nr.33 wird von den Familien Wolfgang Böhme sowie Walter Böhme bewohnt.Lange Straße Nr.34

Auf der rechten Seite der Langen Straße sehen wir die ehemalige Schule mit der Haus-Nr.34. Das Grundstück befindet sich im Besitz der Gemeinde. Darin ist jetzt der Kindergarten untergebracht. Die Schulkinder von Cunnersdorf besuchen überwiegend zuerst die Grundschule in Reinhardtsgrimma. Ab der 5.Klasse geht ein Teil in die Mittelschule nach Reinholdshain. Der andere Teil besucht das Gymnasium in Dippoldiswalde. Das war nicht immer so:

  • Im Jahre 1842 hatte sich die Schülerzahl in Cunnersdorf so weit vergrößert, dass ein Schulneubau notwendig wurde. Für 1879 Taler wurde das heutige Gebäude erbaut und 1846 eingeweiht. Die nun nicht mehr benötigte Schule wurde samt Grundstück verkauft, wie aus einem alten Dokument ersichtlich ist.

  • Aus der Vielzahl der bis 1900 tätigen Lehrer sind die Herren Kreißig, Steuer und Franke zu erwähnen. Diese Lehrer hatten einen großen Anteil an der Entwicklung unseres Heimatortes.

  • Im Jahre 1856 wurde im hiesigen Schulhaus Martin Kreißig geboren. Er war der Gründer des Robert-Schumann-Museum in Zwickau und ist ein Ehrenbürger dieser Stadt.

  • 1901 wurde Oberlehrer König der hiesige Schulmeister. Er war ein aufgeschlossener, fortschrittlicher Lehrer. Ihm verdankt Cunnersdorf den 1. Erweiterungsbau in Richtung Süden. 

  • 1926 wurde die Schule ein zweites Mal erweitert. Der Bau mit dem Uhrentürmchen entstand. Viele Lehrer hat unsere Schule gesehen. Von den vielen Lehrern seit dieser Zeit sind hervorzuheben die Lehrer Schäfer, Graf und Schubert. Viele ehemalige Schüler verbinden ihre Schulzeit mit Episoden dieser Lehrer.

  • Ab 1959 wurde unsere Schule der Zentralschule Reinhardtsgrimma zugeordnet. Es wurden nur noch die untersten Klassen unterrichtet. Die großen Schüler hatten ihren Unterricht in Reinhardtsgrimma. Seit 1992 sind keine Schulkinder mehr im Haus anzutreffen.

Im Gebäude der ehemaligen Schule befindet sich eine Außenstelle der Gemeindeverwaltung, in dem ein Mal pro Woche Sprechstunde abgehalten wird. Der Heimatverein Cunnersdorf nutzt einen Raum als Versammlungsraum. Die zwei Wohnungen sind an die Familie Bernd Hähnel und an das Ehepaar Uhl vermietet.

Lange Straße Nr.35Gegenüber befindet sich an der Langen Straße das Wohnhaus mit der Nr.35. Erbaut wurde es durch M. Nitzsche 1882. Im Jahre 1895 erwarb es Herr Emil Rögner, der einen Laden einrichtete. 1912 erfolgte der Verkauf an Friedrich Leisering und 1927 an Hugo Richter. Dessen Ehefrau Elisabeth und später Tochter Ilse betrieben das Geschäft weiter, bis es 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht vollkommen ausgeräumt wurde. Nach Regelung komplizierter Erb-Angelegenheiten erfolgte der Verkauf an Desdemona Kaulisky.Kreuzweg Nr.02

Wir gehen auf der Langen Straße weiter bis zur Kreuzung mit dem Kreuzweg. Dort biegen wir zuerst nach links ab und gelangen zu einem ca. 1998 errichteten Eigenheim der Familie Uwe Prasser. Es besitzt die Haus-Nr. Kreuzweg 2.

Kreuzweg Nr.01Am Ende dieser Seite des Kreuzweges befindet sich mit der Nr.1 das Gut Bürger. Der erste Besitzer war 1820 Johann Funke, der es 1840 an seinen Sohn Carl verkaufte und dieser wiederum an seinen Sohn Robert Funke. Im Jahre 1851 erfolgten wesentliche Umbauten. Robert Funke verkaufte es 1883 an Heinrich Zimmermann und 1884 kaufte es schließlich Edmund Reinhardt. 1914 wurde Max Bürger Besitzer, der es 1944 seinem Sohn Walter übergab. Jetziger Eigentümer ist Gerold Bürger. In dem Gut wohnt noch Marta Bürger, die Witwe von Walter Bürger.Kreuzweg Nr.08

Wir gehen zurück zur Langen Straße und begeben uns auf die andere Seite des Kreuzweges. Dort kommen wir zum Gut Funke mit der Haus-Nr. Kreuzweg 8. Das 1768 erbaute Seitengebäude war ursprünglich das Wohnhaus, bis 1830 das jetzige Wohngebäude entstand. Bruno Funke übernahm das Gut 1908 von seinem Vater und übergab es 1950 an seinen Sohn Walter. 1980 wurde sein Sohn Karl-Heinz neuer Besitzer, der jetzt noch die 31ha bewirtschaftet. Bewohner sind das Ehepaar Walter Funke, Familie Karl-Heinz Funke und Sohn Marco Funke.

Kreuzweg Nr.07bDirekt daneben befindet sich mit den Haus-Nr. 7a und 7b das Gut Grahl. Der erste Besitzer war ein Herr Richter, der es 1909 an Richard Grahl verkaufte.Richard Grahl übergab das Gut 1949 an seinen Sohn Kurt. Kreuzweg Nr.07a
1979 teilte Kurt Grahl das Wohnhaus und übergab die eine Hälfte an Peter Friebel, der sich eine Wohnung darin einrichtete. 1989 überschrieb Kurt Grahl seine Hälfte des Wohnhauses an Holger Friebel, Sohn von Peter Friebel. Die Nutzfläche des Gutes wird derzeit von der Agrargenossenschaft bewirtschaftet. Bewohner sind Familie Holger Friebel in der Nr.7a sowie Herta Rüthrich und Familie Peter Friebel in der 7b.

Ehrenmal für die Opfer beider WeltkriegeWir laufen auf dem Kreuzweg zurück und biegen wieder in die Lange Straße ein. Dort kommen wir am Ehrenmal für die Opfer beider Weltkriege vorbei. Es entstand 1920 zu Ehren der Opfer des I.Weltkrieges. Jedes Jahr zum Heldengedenktag hielt die Gemeinde zum Gedenken an die Gefallenen eine Feierstunde ab, die vom Männergesangsverein umrahmt wurde. Nach 1945 wollte man das Ehrenmal liquidieren. Infolge der Proteste der Mehrzahl der Bürger konnte dies allerdings verhindert werden. So wurde es nach der Wende möglich, durch Ergänzung von zwei großen Steinen auch den Opfer des II.Weltkrieges ein Denkmal zu setzen. Dies war ein Verdienst des damaligen Bürgermeisters Gerd Reichel und des Heimatvereins. Die Einweihung erfolgte am Buß- und Bettag des Jahres 1992.

Zurück zum Querweg und HofebergWeiter in der Langen Straße (Vom Ehrenmal zur Reinhardtsgrimmaer Straße)

Zurück zum Ausgangspunkt

Ortsrundgang
Geschichtliches
Veranstaltungen
Wandern
Heimatverein
Bildergalerie
Neue Seiten

   Zur Stadt Glashütte

Elektronische Post an: Alfred KamusellaHinweise